Und das sind wir ...

... Leanthe (genannt Penny) und Ludwig Peil, beide von Beruf Lehrer und ansässig – wo sonst – im „Goldische Määnz“.
Wir beide sind infiziert – mit dem Sammlervirus. Und der kam schleichend, alles begann recht harmlos:

Zuerst trugen wir Puppen und Puppenhäuser, Kaufläden und Weihnachtskrippen zusammen. Schon bald gesellte sich dazu ein kleines Marionettentheater. Wir kauften und kauften, und unser Haus verwandelte sich langsam aber sicher in ein Spielzeugland. Selbst unsere mehrwöchigen Radtouren durch Europa, Kanada und die USA gerieten zu Sammlertouren. In unseren Gepäcktaschen und in den Fahrradanhängern war immer ein freier Platz.

Als ob all das nicht gereicht hätte, entdeckten wir vor mehr als einem Jahrzehnt dann unsere große Leidenschaft für das Papiertheater.

Schnell bemerkten wir, dass das Papiertheater unendliche Facetten bietet. Papiertheater – das ist vor allem Schönheit pur. Fast jeder ist schon vom Anblick eines liebevoll dekorierten Papiertheaters verzückt, selbst wenn es nur in einer Vitrine steht. Gespielt, wird es zum Leben erweckt und verzaubert die Menschen, Alte wie Junge und selbst solche, die ansonsten ohne Unterlass über die Displays ihres Smartphones „wischen“. Dieses Phänomen machten wir uns in unserem Berufsleben zunutze: Seit Jahren veranstalten wir im Unterricht regelmäßig Projektwochen zum Thema Papiertheater. Ganz gleich ob Märchen, Abenteuergeschichten, Klassiker oder auch Harry Potter: Immer ist die Schülerschar vom Umgang mit diesem nur scheinbar veralteten, tatsächlich aber wunderbaren Medium fasziniert.

Sie kennen doch das Märchen der Brüder Grimm, in dem der süße Brei aus allen Ritzen quillt und irgendwann Haus und Stadt unter sich begräbt? So ähnlich erging es uns.
Unser Haus wurde eines Tages von unseren Sammlerstücken „verschluckt“. Was tun? Wie es der Zufall so wollte, erfuhren wir im Sommer 2011, dass in dem kleinen Ort Schmiedebach in Thüringen die ehemalige Schule nebst Schul- und Spielzeugmuseum zum Verkauf stand. Schon bei unserem ersten Besuch verliebten wir uns nicht nur in das Haus, sondern auch in die Landschaft und die Menschen des Thüringer Schiefergebirges.
Und so kam es, wie es kommen sollte, seit Ende 2011 sind wir stolze Besitzer eines privaten Papier- und Marionettentheatermuseums.
Unser Ziel hieß von Anfang an: Das Museum sollte lebendig sein und vielfältig genutzt werden.

Schon kurz nach der Eröffnungsfeier im Oktober 2012 veranstalteten wir die ersten Papiertheateraufführungen und eine Adventsfeier.

Und dann ging es Schlag auf Schlag:
2013 kamen Fachtagungen hinzu. Denn Papiertheater ist eben mehr als „nur“ Liebhaberei. Aber auch das Gesellige kam nicht zu kurz: Gekrönt wurde das Jahr mit unserem Sommerfest, auf dem ein Puppenspieler und ein Shantychor ein begeistertes Publikum unterhielten. Mehr als 250 Menschen aus der näheren und weiteren Umgebung sangen und feierten bis spät in die Nacht.
2014 fand ein Tag der offenen Tür mit einer Märchenerzählerin aus Ebersdorf statt, und ein Schattenspieler war mit seinem preisgekrönten Stück „Dornröschen“ zu Gast.

Wie es weitergeht?
Natürlich mit unserem „Markenzeichen“, den Papiertheateraufführungen; auf dem Programm stehen außerdem Fachtagungen, Workshops und unsere mittlerweile traditionelle Adventsfeier.

Neugierig geworden?
Da hilft nur Eines: Schauen Sie doch einfach `mal vorbei!